Die Diagnose bei einer Entzündung der Nebenhoden

Die körperliche Untersuchung

Wenn der Verdacht auf eine Entzündung der Nebenhoden besteht, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten um die Krankheit zu diagnostizieren. Wegweisend für die Diagnose sind natürlich der eigentliche Krankheitsverlauf und die auftretenden Symptome. Auch eine körperliche Untersuchung durch das Abtasten des betreffenden Nebenhodens gehört zu der Diagnostik bei einer Entzündung der Nebenhoden mit dazu. Diese Tastuntersuchung kann recht schmerzhaft sein, dennoch ist sie unbedingt notwendig.

Bei der Tastuntersuchung werden die Hoden durch den Arzt vorsichtig angehoben. Ist man an einer Entzündung der Nebenhoden erkrankt ist es sehr oft der Fall, dass bei der Anhebung der Hoden der Schmerz sofort spürbar zurückgeht. Liegt eine Hodenentzündung vor, gehen die Schmerzen nicht zurück. So kann der Arzt schon bei der Tastuntersuchung ungefähr abwägen ob nun tatsächlich eine Entzündung der Nebenhoden vorliegt oder ob es sich um eine Hodenentzündung handelt.

Die Urin- und Blutuntersuchung

Bei dem Verdacht auf eine Entzündung der Nebenhoden gehören eine Urin- und Blutuntersuchung zur routinemäßigen Kontrolle. Die Urin- und Blutwerte werden in das Labor gebracht und dort untersucht. Bei diesen Untersuchungen wird von der Harnröhre ein Abstrich genommen. An dieser setzen sich nämlich die Krankheitserreger fest, die der Auslöser für eine Entzündung der Nebenhoden sind. Die genaue Untersuchung des Urins im Labor gibt oftmals Hinweis auf eine Infektion der Harnwege.

Im Urin kann dann die genau Art der Krankheitserreger bestimmt werden, dies ist sehr wichtig um anschließend ein geeignetes Antibiotikum zur Bekämpfung der Erreger auszuwählen. Bei einer sehr fortgeschrittenen Entzündung von den Nebenhoden ist die Diagnose der Erkrankung auch durch eine Blutuntersuchung möglich. Durch diese kann der Arzt sehen, ob die weißen Blutkörperchen im Blut erhöht sind. Eine erhöhte Anzahl von Leukozyten weist auf eine Entzündung hin.

Ultraschall zur Abklärung von gefährlichen Komplikationen

Besteht der Verdacht auf eine Entzündung der Nebenhoden, ist eine Ultraschalluntersuchung unverzichtbar. Solch eine Ultraschalluntersuchung kann man immer wieder machen, sie erwiest sich als vollkommen unbedenklich und es besteht keine Gefahr von Spätfolgen aufgrund einer Ultraschall Untersuchung. Daher eignet sich diese Methode auch sehr gut, um den Krankheitsverlauf genau zu beurteilen. Mithilfe von einem Ultraschall kann der Urologe auch feststellen, ob die Entzündung auf den anderen Hoden übergreift. Zudem kann durch die Ultraschalluntersuchung festgestellt werden, ob der erkrankte Nebenhoden sich vergrößert hat.

Eine Vergrößerung des erkrankten Nebenhodens geht nämlich häufig auch mit einen Hoden-Wasserbruch und einer Abszess-Bildung einher. Mithilfe der Ultraschalluntersuchung kann der zuständige Urologe erkennen wie weit sich die Entzündung entwickelt hat und inwiefern Komplikationen in Zusammenhang mit der Entzündung der Nebenhoden aufgetreten sind. Zudem kann auch festgestellt werden, ob die Symptome auf eine Hodentorsion zurückzuführen sind.

Die Unterscheidung zwischen einer Entzündung der Nebenhoden und einer Hodentorsion ist sehr wichtig, denn eine Entzündung der Nebenhoden kann auch eine Begleiterscheinung von einer Hodentorsion sein. Liegt tatsächlich eine Hodentorsion vor, ist dies ein dringender Notfall und es ist erforderlich innerhalb von wenigen Stunden einen operativen Eingriff vorzunehmen.