Der Verlauf bei einer Entzündung der Nebenhoden

Wenn eine Entzündung an den Nebenhoden diagnostiziert wird, ist eine sofortige und richtige Behandlung notwendig. Ist dies der Fall kann man davon ausgehen, dass die Entzündung der Nebenhoden einen positiven Verlauf nimmt. Im Normalfall heilt die Entzündung der Nebenhoden vollständig ab und der Patient wird von der Erkrankung nicht weiter beeinträchtig. Wird die Entzündung an den Nebenhoden aber nicht richtig oder womöglich gar nicht behandelt, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

So besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass die Entzündung an den Nebenhoden einen chronischen Verlauf nimmt. Es können aber noch andere Komplikationen auftreten. So besteht die Möglichkeit, dass sich im Entzündungsherd Eiter ansammelt. Aus dieser Eiteransammlung entsteht dann eine Eiterhöhle, also ein sogenanntes Abszess. Bei der Bildung von einem Abszess sterben die Zellen im Nebenhoden ab und dann ist ein operativer Eingriff unumgänglich. Es gibt sogar Fälle, bei denen es nach eine Bildung von einem Abszess unumgänglich war den betreffenden Nebenhoden mitsamt Hoden operativ zu entfernen. Aus einem Abszess kann im schlimmsten Fall auch eine Sepsis entstehen. Als eine Sepsis bezeichnet man eine Blutvergiftung, die sogar lebensbedrohlich sein kann. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich aus der Entzündung des Nebenhodens eine Hodenentzündung entwickelt. Auch in solch einem Fall ist es oftmals notwendig den Nebenhoden und den betreffenden Hoden operativ zu entfernen. Solche schwerwiegenden Komplikationen können aber verhindert werden, indem man auf die Signale, die der Körper aussendet rechtzeitig reagiert und zudem auch um eine ausreichende und natürlich konsequente Behandlung bemüht ist.

Bei einer Entzündung der Nebenhoden ist es auch möglich, dass beide Nebenhoden erkranken. Dann kann es passieren, dass sich auf beiden Seiten die Nebenhodenkanäle verschließen. Dieser Verschluss der Nebenhodenkanäle hat dann eine Unfruchtbarkeit zur Folge. Dies liegt daran, dass die Spermien, die sich ja im Hoden befinden keine Möglichkeit mehr haben auf natürlichem Wege in die Samenflüssigkeit zu gelangen. Von diesem Krankheitsbild betroffene Männer sind dann zeugungsunfähig und können auf natürlichem Wege keine Kinder mehr bekommen. Wer dennoch einen starken Kinderwunsch verspürt, der muss um sich diesem Wunsch zu erfüllen auf die Hilfe von der modernen Medizin zurückgreifen. In solch einem Fall ist es nur noch mit einer künstlichen Befruchtung möglich den Wunsch von eignen Kindern doch noch zu erfüllen. Glücklicherweise tritt die beidseitige Entzündung der Nebenhoden nur sehr selten auf und daher sind die wenigsten Männer von dieser Erkrankung betroffen.