Nebenhodenentzündung (Epididymitis) - Informationen

Schmerzen in den Nebenhoden und ein geschwollener Hodensack sind Beschwerden, die man durchaus ernst nehmen sollte. Diese Symptome können nämlich ein Anzeichen für eine Entzündung der Nebenhoden sein, die durchaus öfter vorkommt als eine Hodenentzündung. Bei einer Nebenhodenentzündung (Epididymitis) handelt es sich um eine Infektion, die von Bakterien oder Viren ausgelöst wird. In den meisten Fällen erkranken Betroffene aber erst ab der Pubertät an der Entzündung der Nebenhoden. Bei Kindern tritt diese Erkrankung eigentlich so gut wie gar nicht auf. Das gefährliche an einer Nebenhodenentzündung ist, dass sich diese und ihre Symptome in den meisten Fällen recht schleichend entwickelt. So merken viele Betroffene nicht gleich, dass sie an einer Nebenhodenentzündung erkrankt sind.

Die Entzündung der Nebenhoden beginnt mit einer Entzündung auf einer Seite. Lässt man es zu, dass diese Entzündung sich weiter entwickelt schwillt der betroffenen Nebenhoden an und man verspürt starke Schmerzen. Zu einer Nebenhodenentzündung treten noch weitere Symptome auf, dazu gehören eine erhöhte Temperatur, ein Gefühl der Abgeschlagenheit und auch Schüttelfrost. Charakteristisch für die Nebenhodenentzündung sind auch Beschwerden beim Urinieren und eine erhöhte Temperatur im Nebenhoden selbst.

Methoden der Diagnosefindung

Die Frage nach dem Warum?

Mann hält sich die Hoden

Wenn jemand an einer Nebenhodenentzündung erkrankt, kann dies verschiedene Ursachen haben. Meist kommen zwei unterschiedliche Möglichkeiten als Grund für eine Erkrankung an der Nebenhodenentzündung in Betracht. Zum einen besteht die Möglichkeit eines aufsteigenden Infektes. In diesem Fall gelangen Krankheitserreger aufgrund von einer Entzündung der Harnröhre oder einer Entzündung der Prostata über die Samenwege in die Nebenhoden. Die Krankheitserreger breiten sich dann entlang von dem Samenleiter aus. Es besteht aber noch eine andere Möglichkeit, die der Grund für eine Erkrankung an einer Nebenhodenentzündung ist. Dies ist eine Infektion, die über die Blutbahn in die Nebenhoden gelangt. Der eigentliche Infektionsherd befindet sich in diesem Fall eigentlich in einer anderen Region des Körpers, die Krankheitserreger suchen sich dann den Weg in die Nebenhoden über die Blutbahn. Von beiden Erkrankungsmöglichkeiten ist die erste Variante die häufigere, eine Infektion über die Blutbahn tritt als Ursache für eine Nebenhodenentzündung eher selten auf. Es gibt auch Menschen, die generell einem höheren Risiko ausgesetzt sind an einer Nebenhodenentzündung zu erkranken. Dies betrifft Männer, denen ein Dauerkatheder angelegt wird, die an sich schon an Störungen im Hinblick auf die Entleerung der Harnblase leiden und auch Männer, bei denen eine Missbildung im Bereich der abführenden Harnröhre und der Samenleiter vorliegt.

Eine schnelle Behandlung ist erforderlich

Eine Entzündung der Nebenhoden sollte schnellst möglichst behandelt werden, da sonst ernst zu nehmende Komplikationen auftreten können. Diese Komplikationen hängen von der eigentlichen Schwere der Nebenhodenentzündung ab. Bei einer Entzündung der Nebenhoden, die unzureichend oder gar nicht behandelt wird besteht die Möglichkeit, dass die Krankheit in eine chronische Verlaufsform übergeht. Zudem besteht die Gefahr, dass es zu einer Ansammlung von Eiter kommt. Der Eiterherd kann dann eine Sepsis, also eine Blutvergiftung hervorrufen und solch eine ist lebensbedrohlich. Zudem kann sich eine Nebenhodenentzündung auch auf die Zeugungsfähigkeit auswirken. So besteht die Gefahr, dass die Erkrankung der Auslöser für eine Unfruchtbarkeit sein kann. Bei einer Nebenhodenentzündung ist es oftmals auch der Fall, dass sich die Entzündung auf die umliegenden Hoden ausbreitet und es gleichzeitig zu einer Hodenentzündung kommt. Die Entzündung von Hoden und Nebenhoden wird in medizinischen Kreisen als eine Orchiepididymitis bezeichnet. Eine Entzündung im Hoden und Nebenhoden erkennt man an einer akuten Schwellung im betreffenden Bereich und an den starken Schmerzen. Der Grund für eine zusätzliche Entzündung der Hoden bei einer Nebenhodenentzündung ist auf die menschliche Anatomie zurückzuführen. Die von der Entzündung der Nebenhoden betroffenen Nebenhoden sind ein Teil von dem männlichen Hoden. Beide gehören diese zu dem inneren Geschlechtsorgan des männlichen Körpers und sie sind beide im Hodensack zu finden. Der Hoden ist für die Bildung von dem männlichen Samen verantwortlich. Vom Hoden aus gelangt der männliche Samen dann in die Nebenhoden, die im oberen Bereich hinter den Hoden zu finden sind. In den Nebenhoden liegen die Samenkanäle, in diesen wird der Samen dann gespeichert und die Spermien reifen an.

Bei richtiger Therapie ist eine vollständige Heilung ziemlich sicher

Sobald eine Nebenhodenentzündung diagnostiziert wurde, wird die Erkrankung mit Antibiotika behandelt. Zudem kommen auch Medikamente zum Einsatz, die dafür sorgen, dass die Entzündung abklingt und auch die Schwellung zurückgeht. Zudem ist es auch hilfreich die Nebenhoden zu kühlen und hochzulegen. Bei richtiger Behandlung werden bei der Heilung der Nebenhodenentzündung gute Erfolge erzielt. In der Regel verursacht die richtige Therapie ein vollständiges Abklingen der Nebenhodenentzündung.